Was ist schon passiert?

18.09.2016 Fenster teilweise verbaut!


Neuer Heizkanal fertiggestellt

17.12.2015


Baugrube ausgehoben, Heizkanal vorbereitet

8.11.2015


Abriss des alten Schwesternhauses



Oktober 2015! Das alte Schwesternhaus wird geräumt. Alle Versorgungsleitungen sind getrennt. Die ersten Erdarbeiten als Vorbereitung zum Neubau sind ebenfalls erfolgt!


Spatenstich für unser neues Pfarrheim

Gedanken zum Projekt „Neues Pfarrheim für St. Martin“

(aus der Sicht einer Sängerin der Kirchenchores)

Das alte Pfarrheim St. Martin wurde in den 50er Jahren noch unter Pfarrer Bossung begonnen, der Anbau des Saales in den 60er Jahren von Pfarrer Abel. Schon Ende der 70er Jahre zog die Jugend, für die das „Jugendheim“ eigentlich gebaut war, aus und gestaltete sich eigene Räume in der Teestube.

 1962 wurde bei der Renovierung der Kirche unter Pfarrer Abel die Bücherei an der Kirche gebaut (sie wurde nicht im Jugendheim untergebracht), weil sie so mehr im Mittelpunkt der Pfarrei lag.

Immer wieder kamen Gedanken und Pläne auf, ein Pfarrheim in der Nähe der Kirche und somit im Mittelpunkt der Pfarrei zu errichten. (Gelände Nieder, Messeplatz, Umbau des Vinzentiushauses). Aber immer ergaben sich Schwierigkeiten, so dass nichts passierte.

Die Probleme mit dem Jugendheim aber blieben und wurden mit der Zeit immer mehr:

  • Zu weit von der Kirche, (daher auch nicht geeignet für Messdienerstunden, zur Unterbringung von Krippe, Fahnen, Fronleichnamsaltären usw.)
  • Toiletten im Keller
  • kein barrierefreien Zugang, (für Leute mit Rollstuhl oder Rollator, Kinderwagen )
  • zu hohe Energiekosten (pro Jahr ca. 10 000 Euro, weil keinerlei Dämmung, Einfachverglasung usw.,
  • schlechter baulicher Zustand, vor allem des Saales. (Feuchtigkeit)

Nach und nach wurden immer mehr Aktivitäten ins Vinzentiushaus verlagert.

 

Im Jugendheim hielten am längsten noch die Kolpingfamilie, die den zweitgrößten Raum des Hauses belegte und der Kirchenchor aus, der den großen Saal für seine Proben nutzte. Gebraucht wurde also nur noch der Saal für den Chor und für größere Veranstaltungen, das Kolpingzimmer und die Küche. Die anderen Räume waren praktisch nur noch Abstellräume, aber nicht geeignet als Stauraum für die Kirche (Krippe Fahnen, ...)

Eine Gesamtrenovierung des Jugendheimes (die auch in Erwägung gezogen wurde,) hätte soviel gekostet wie ein Neubau; das Problem mit der Entfernung von der Kirche wäre aber geblieben.Daher wurde der Ruf nach einem Pfarrheim in der Nähe der Kirche immer lauter.

Sollte man nun ein neues Pfarrheim bauen, oder das Vinzentiushaus, das inzwischen der Pfarrei gehörte, umbauen?


Welche Vor- bzw. Nachteile hätte ein Umbau des Vinzentiushauses?

Vorteile:

  • Es liegt zentral neben der Kirche.
  • Es ist ein altes, geschichtsträchtiges Gebäude, (1825 gebaut als Schulhaus, dann Haus der Krankenschwestern, Sozialstation, Nutzung durch die Pfarrei ).

Nachteile:

  • hohe Energiekosten
  • kein barrierefreier Zugang möglich,
  • bauliche Gegebenheiten ungünstig: tragende Wände sind so angelegt, dass man einen Saal, der dringend benötigt wird, nur in den 2. Stock legen könnte,
  • daher müsste ein Aufzug angebaut werden.
  • der Umbau käme so teuer wie ein Neubau,
  • es wäre immer noch ein altes Gebäude, das energetisch nicht optimal zu renovieren wäre und der Pfarrei im Laufe der Zeit jährlich höhere Kosten verursacht als ein Neubau.

Die Entscheidung lag beim Verwaltungsrat, der es sich nicht leicht gemacht hat. Die Bedenken der Leute wurden immer wieder aufgenommen, Vor- und Nachteile genauestens geprüft.

Schon vor mehreren Jahren lagen in Speyer Pläne in den Schubladen, die Pfarreien zusammenzulegen und die Gebäudeflächen der neu zu bildenden großen Pfarreien zu reduzieren. Außerdem war die Zustimmung der 4 Pfarreien notwendig zu einem Neubau.

 

Es gab die Bedenken und Vorgaben des Denkmalschutzes (Pfarrhaus und Kirche stehen unter Denkmalschutz). Der Bereich um die Kirche war auf 50 Jahre der Stadt Bexbach gewidmet, die vor ca. 25 Jahren Zuschüsse für die Neugestaltung gewährt hat.

Es waren also eine Menge Verhandlungen zu führen, bevor überhaupt ein Beschluss zum einem Neubau gefasst werden konnte. Das alles brauchte viel Zeit. Schließlich führten aber die Abstimmungen mit dem bischöflichen Ordinariat in Speyer, mit der Stadt Bexbach und mit dem Denkmalschutz zu dem Entschluss, ein neues Pfarrheim zu bauen. Nach diesem Beschluss konnte man aber noch nicht am nächsten Tag anfangen.

Ein Pfarrheim ist schließlich kein Privathaus.

Für die Pläne gab es mit Hilfe von Herrn D’Onghia, dem zuständigen Mann der Diözese Speyer, eine Ausschreibung. Vier Architekturbüros gaben anonym Pläne ab, von denen einer der Diözese, als auch dem VR am besten geeignet schien und der auch den Zuschlag erhielt. Es ist dies der Plan des Architekturbüros Köhl -Weisgerber - Hamm aus St. Ingbert. Aber auch Bexbacher Firmen wurden, soweit es sie gab und es möglich war, mit einbezogen: Die Statik erstellte z.B. Helmut Baschab, die Elektroplanung die Fa. Loos usw.

 

Zur Information der Pfarrgemeinde sind die Pläne in der Kirche ausgestellt.

 

Während der Planung wurde festgestellt, dass der Heizungskanal der Warmluftheizung der Kirche (die eigentliche Heizungsanlage liegt im Keller des Pfarrhauses, die warme Luft wird von dort in die Kirche geleitet) unter das neue Pfarrheimes käme. Da er außerhalb liegen muss (Gewicht), muss er also ein Stück weiter weg neu verlegt werden. Das geschieht zurzeit und daher kann im Moment die Kirche nicht geheizt werden. Für Weihnachten soll es aber wieder warm werden in der Kirche.

Zunächst war geplant, das Vinzentiushaus stehen zu lassen, bis das neue Pfarrheim fertig ist.

Aber: Wo sollen Baumaterialien gelagert werden, ein Kran aufgestellt werden? Schließlich sollen die Leute auch noch in die Kirche hineinkommen.

Die alten Bruchsteine von der Mauer des Aufganges in die Kirche und in der Oberbexbacherstraße sollen erhalten bleiben und später bei der Gestaltung des Kirchenvorplatzes wieder verwendet werden; sie müssen also auch zwischengelagert werden, möglichst in der Nähe, denn jeder Transport kostet Geld! Es blieb also keine andere Möglichkeit, als das Schwesternhaus schon vor Baubeginn abzureißen. Das haben wir ja alle erlebt!

Bis ein solcher Bau wie das neue Pfarrheim angefangen wird, muss alles geplant sein, es muss alles stimmen und es muss an alles gedacht werden.

Wichtig waren z.B. Toiletten für die Kirchenbesucher und für Behinderte, ebenerdiger Zugang für Rollstuhlfahrer. Der Neubau darf die Sicht auf die denkmalgeschützte Kirche und das Pfarrhaus nicht stören (Denkmalschutz). Es tauchten Fragen auf wie: Wohin fließt das Abwasser? Wie groß muss die Küche sein und welche Einrichtung ist dringend nötig? Gibt es genug Stauraum für die Geräte der Kirche (Krippe, Fahnen, Dinge für Fronleichnam - diese Dinge werden in Zukunft in der frei werdenden Bücherei gelagert.) Gibt es Stauraum für die kirchlichen Vereine? Wie wird die Zufahrt geplant für die Anlieferung von Getränken z.B. zum Pfarrfest? Wenn die Bücherei einzieht, steht dann auch ein Raum zur Verfügung für Buchausstellungen? Die Akustik muss stimmen, damit der Kirchenchor besser singen kann. Kann der geplante Saal aufgeteilt werden in kleinere Abschnitte? Die Auflagen für den Brandschutz und die Sicherheit müssen beachtet werden, damit überhaupt der Plan genehmigt werden kann. usw. usw.

 

Und vor allem: Es darf nicht teurer werden, als geplant!

 

Das sind nur einige wenige der Probleme, die bedacht werden mussten, bevor überhaupt die Pläne fertig gestellt und ein Bauantrag gestellt werden konnte.


Nun - Der Bauantrag ist genehmigt!

Die Pläne hängen in der Kirche aus und können dort von jedem eingesehen werden.

 

Nun: was ganz wichtig ist: Was kostet das alles?

Immer wieder wurde gefragt: Ihr habt doch das alte Pfarrheim verkauft, was ist mit dem Geld geschehen? Was bezahlt Speyer?

Die Finanzierung sieht etwa so aus: das neue Pfarrheim kostet ca. 1 Million Euro.

Etwa die Hälfte bezahlt die Diözese. Darin sind z.B. die ganzen Planungskosten enthalten.

 

Die 2. Hälfte bezahlt die Pfarrei St. Martin aus dem Erlös des Verkaufes des alten Jugendheimes, aus dem Haushalt, aus Spenden und den Rest aus einem noch aufzunehmenden Darlehen. Je höher die Spenden sind, umso weniger Darlehen muss aufgenommen werden. Daher auch die vielen Türkollekten.

Dadurch, dass das neue Haus nach den neuesten Erkenntnissen zur Einsparung von Energie gebaut wird, reduzieren sich allein die Heizkosten gegenüber früher jährlich um 12 000 Euro.


Das entlastet in Zukunft den Kirchen-Haushalt monatlich um 1 000 Euro.

 

Dies sind einige der Probleme, die den Pfarrer und den Verwaltungsrat in der letzten Zeit beschäftigt haben.

 

Zu danken haben wir vor allem Herrn Pfarrer Münck und dem Verwaltungsrat, der auch öfter einmal sonntags morgens nach der Messe zusammenkam, um kurzfristige Entscheidungen zu treffen. Besonders zu erwähnen sind aber Herrn Wasemann, der für den Verkauf des alten Pfarrheimes und des anschließenden Geländes zuständig war, Herrn Bernhard Sandmaier, Josef Schwinn und Werner Sandmaier, die weiß Gott wie oft mit Herrn Pfarrer Münck in Speyer waren, alle Verhandlungen mit der Stadt, mit dem Denkmalamt, mit den Architekten und Firmen geführt haben und man kann sagen seit zwei Jahren ihre gesamte Freizeit und ihr Wissen und Können ehrenamtlich in das Projekt neues Pfarrheim eingebracht haben.


Welche Chancen bringt nun das neue Pfarrheim für die Pfarrei in der Zukunft?

Nach allen Provisorien und Beschränkungen in den letzten Jahren soll das neue Pfarrheim ein Zentrum des pfarrlichen Lebens werden für Vereine, Gruppierungen, Gremien usw.

 

Es wird die Nutzung zu Geburtstagen und Feierlichkeiten geben, die Möglichkeiten zur Förderung des kulturellen Lebens der Pfarrei und der Stadt, z.B. Raum für Vorträge, kleinere Konzerte, Bildungsarbeit der Pfarrei, Sakramentenvorbereitung, Seniorenarbeit, Veranstaltungen der Frauengemeinschaft, Fastnacht, Pfarrfeste und viele andere Aktivitäten, für die man bisher immer einen geeigneten Raum suchen musste. Und das alles ohne Treppen gehen zu müssen!

 

Die Toiletten für Kirchenbesucher bekommen einen eigenen Eingang. Die Bücherei kann auch mit Kinderwagen besucht werden. usw.

 

Auch der Kirchenchor darf sich freuen. Er wird die neuen Räume vielleicht am regelmäßigsten nutzen. Das neue Pfarrheim wird voraussichtlich für Jahrzehnte festes Domizil des Chores für Proben und Veranstaltungen sein. Der Chor wird dort optimale Bedingungen finden: Zentral in Bexbach neben der Kirche, großer Raum, klasse Akustik, Möglichkeiten zu Begegnungen und Gesprächen.

 

Freuen wir uns darauf!


RK

Strahlende Gesichter beim ersten Spatenstich zum Bau unseres neuen, lang ersehnten Pfarrheimes in der Pfarrei St. Martin Bexbach.

Josef Schwinn (Pfarrverwaltungsrat), Pfarrer Andreas Münck und Bernhard Wittling (Pfarrgemeinderat) stachen mit aller Kraft bei strömendem Sonnenschein ihre Spaten in den Boden. Viele Gemeindemitglieder waren gekommen und freuten sich mit allen Beteiligten.

Zunächst fand ein festlicher Gottesdienst in der vollbesetzten Kirche St. Martin statt. Hierbei wurden auch die neuen Messdiener in ihr Amt eingeführt. Vor der Kirche fand im Anschluss das diesjährige Pfarrfest - wegen der aktuellen Bauplanung in verkleinerter Form - statt.

Trotz des regnerischen Wetters waren zeitweise alle Tische besetzt.

TB


Zum Abriss des "Alten Schwesternhauses

Zur Geschichte des St. Vinzentiushauses


„Alles hat seine Zeit, was heute gebaut wird, wird morgen abgerissen“ - eine Weisheit aus dem Buch Kohelet des Alten Testamentes. So geht auch in diesen Tagen die vielfältige und wechselreiche 190-jährige Geschichte des St. Vinzentiushauses zu Ende. Es muss dem Neubau eines modernen, zukunftsorientierten Pfarrzentrums weichen.

 

In den Jahren 1824 bis 1826 wurde es als gemeindeeigenes Schulhaus mit zwei Schulsälen und zwei Lehrerwohnungen in unmittelbarer Nähe der alten St. Martinskirche errichtet. Als die Einwohnerzahl der Gemeinde Mittelbexbach in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, bedingt durch die Industrialisierung, sprunghaft anstieg, musste ein neues, größeres Schulhaus (der alte Teil des heutigen Rathauses) gebaut werden. Das alte Schulhaus wurde dann gemeindeeigenes Wohnhaus, vielleicht eine Art Sozialwohnung. Im Jahre 1900 erwarb der 1897 gegründete St. Vinzentiusverein unter Pfarrer Boßle das Gebäude und baute es als Schwesternhaus für die mit der Krankenpflege betrauten Franziskanerinnen aus Mallersdorf aus. Seit dieser Zeit trug es den Namen „St. Vinzentiushaus“, benannt nach dem hl. Vinzent von Paul, einem in Paris lebenden sozialengagierten Priester im 16. Jhdt, der als einer der frühen Begründer der neuzeitlichen Caritasarbeit bezeichnet werden kann. Sein Wahlspruch lautete „Liebe ist Tat“. Das Haus diente den Schwestern sowohl als Wohngebäude mit einer kleinen Kapelle als Gebetsraum, wie auch als Station zur ambulanten Pflege. Bis zum Jahr 1975, auch während zweier Weltkriege, wirkten die Schwestern segensreich zum Wohl der Alten, Kranken, Behinderten uns Sterbenden.

 

Nach der Auflösung der Schwesternstation wegen Nachwuchsmangel wurde noch im gleichen Jahr die Ökumenische Sozialstation Bexbach gegründet, die nun Räume des St. Vinzentiushauses bezog. Ebenso wurde das Haus bis 2007 Domizil der Geschäftsstelle des damaligen Pfarrverbandes Bexbach. Im Jahre 1993 zog die Sozialstation in Räume des leerstehenden Schillerschulhauses um. Der Pfarrverband Bexbach wurde dem Pfarrverband Homburg angegliedert. In den Jahren 1977 bis 1979 entstand in den Kellerräumen in Eigenleistung von Jugendlichen und Erwachsenen die „Teestube“ für eine zeitgemäße Jugendarbeit.

 

Nach und nach wurde das Haus in der Nähe der Kirche und des Stadtzentrums zu einer Art „zweiten Pfarrheimes“. Im Jahre 2006 wurde das Haus, das bis dahin dem St. Vinzentiusverein gehörte, unentgeltlich an die Pfarrei St. Martin übertragen, da es von dem Krankenpflegeverein nicht mehr genutzt wurde. Die Mieteinnahmen und die Zuschüsse der Pfarrei reichten zur Unterhaltung nicht mehr aus. Zudem war schon damals das Haus in hohem Maße reparaturbedürftig, unmöglich für den St. Vinzentiusverein Sanierungsarbeiten durchzuführen. Als die Pfarrei St. Martin den Plan fasste, ein neues Pfarrzentrum in der Nähe der Kirche zu errichten, und das alte Pfarrheim verkaufte, diente das „alte Schwesternhaus“ als Übergangslösung für die umfangreiche Seelsorgearbeit der Pfarrei, z.B. Kommunion- und Firmvorbereitung, die Bildungsarbeit, für die Arbeit der Gremien, für den Kirchenchor, die kfd, die Kolpingfamilie, die Jugendarbeit, die Kindergruppen und vieles andere mehr.

 

Mit der Entscheidung für den Abriss des Hauses haben es sich die Verantwortlichen nicht leicht gemacht. In vielen Sitzungen und Gesprächen in den Gremien, mit der Diözese Speyer und der Stadt Bexbach wurde das Für und Wider eines Erhalts des Hauses erörtert.

 

Bei aller „Ehrfurcht vor dem Alter“ des Hauses und dem Verlust eines „Stückes der Geschichte Bexbachs“ überwiegen doch die Gründe für einen Neubau, auf den die Bexbacher Katholiken der St. Martinsgemeinde, die Bürger der Stadt und die neue Pfarrei St. Nikolaus sich freuen können.

 

Zwei Erinnerungsstücke aus dem Eingangsbereich des St. Vinzentiushaus bleiben jedoch erhalten: Die Statue des hl. Franziskus wird zurzeit restauriert und dann in der Kirche aufgestellt. Und das in den Fußboden eingebaute Grußwort „Salve“ wird die Besucher des neuen Pfarrzentrums begrüßen und an das alte Gebäude erinnern.

 

GK