Der St. Elisabethenverein Frankenholz wird 90 Jahre


In diesem Jahr wurde in Frankenholz ein Verein 90 Jahre alt, der kurz und bündig "Elisabethenverein" genannt wird. Ein Ortsunkundiger wird ob dieser "Namensgebung" erstaunt sein, doch sie ist schnell erklärt.   Mit der offiziellen Bezeichnung "Krankenhilfeverein St. Elisabeth e.V" feierte ein Verein sein Jubiläum, der nicht mit spektakulären Erfolgen, mit Meisterschaften und Rekorden  oder mit sportlichen oder kulturelle Leistungen glänzt bzw. geglänzt hat, der aber von Anfang an durch seine soziale Tätigkeit in dem ehemaligen Bergmannsdorf am Höcherberg im Bewusstsein vor allem der älteren Bevölkerung lebt. Dabei handelt es sich bei dem "Jubelverein" nicht nur um einen  "Krankenhilfeverein.", er hat sich neben seinem Vereinszweck u.a. auch über rd. 80 Jahre als Träger einer Einrichtung der Jugendpflege, d.h. eines Kindergartens,  einen Namen in Frankenholz gemacht. Stand der Verein vor allem in den Jahren 2009 und 2010 oft im Mittelpunkt von Diskussionen, die sich um die Trägerschaft eines neuen Kindergartens in Frankenholz bezogen haben, so ist es nun nach "Klärung" der Angelegenheit und Schließung der eigenen Einrichtung im Jahre 2011, ruhig um ihn geworden. Und trotzdem: Der Verein hat in den fast 100 Jahren auch ein Stück Dorfgeschichte mitgeschrieben.

Vereinsgründung im Jahre 1924


Interessant ist eine "Zeitreise" in das Jahr der Vereinsgründung.  Im Jahre 1924 war der 1. Weltkrieg gerade 6 Jahre vorbei, Frankenholz war eigentlich eine "zerrissene Gemeinde". Politisch war man eine Annexe von Oberbexbach und kirchlich  waren die Katholiken wie auch die Protestanten nach Höchen orientiert, waren also auch nicht eigenständig. Der Ort selbst hatte nach Gründung der Grube Frankenholz ab dem Jahre 1897 einen enormen Strukturwandel erlebt, war binnen kurzer Zeit vom kleinen Bauerndorf zu einer stattlichen Bergmannsgemeinde und von knapp 200 auf 2.000 Einwohner angewachsen. "Bunt gemischt" war die Bevölkerung, denn von überall her waren Bergleute "zur Arbeit" gezogen. Fast jeder der Männer im Ort arbeitete auf der Grube, verdiente hier das Geld zur Ernährung der Familie, aber auch zum Bau von Eigenheimen, die dem Dorf ihr Gepräge gaben. Mit dem Anwachsen der Zahl der Familien im Ort wuchs auch die Zahl der Kinder, die zweite Schule, die Luitpoldschule, war schon gebaut, die dritte Schule, die Schillerschule, bereits in der Planung. Sehr stark war die Zahl der Katholiken angewachsen, so dass bereits im Jahre 1902 ein Kirchenbauverein gegründet wurde, der rührig für den Bau einer eigenen Kirche in Frankenholz und damit für eine eigenständige Pfarrgemeinde "arbeitete". Fast ausschließlich setzte sich der Verein also aus Bergleuten zusammen, wenn auch neben dem "geborenen" Vorsitzenden, dem Pfarrer von Höchen, als dessen Stellvertreter Hauptlehrer Lendle über Jahre hinweg die Geschicke lenkte. Eine "katholische Filialkirchenstiftung Frankenholz" war bereits im Jahre 1913 durch Prinz Ludwig, des Königreiches Bayern Verweser, errichtet worden. Der Ausbruch des Krieges 1914 "verdarb" aber alle Planungen, wenigstens hatte man ein umfangreiches Baugelände für den Kirchenbau rechtzeitig vorher erworben. Nach dem Krieg war der aktive Kirchenbauverein natürlich bestrebt und 1924  gerade dabei, die Weichen für den Kirchenbau zu stellen. Die ersten Pläne für den Bau der Kirche mit Pfarrhaus, ja sogar mit einem Schwesternhaus, waren 1922 in Auftrag gegeben worden. Zu dieser Zeit war auch der Gedanke gereift, mit dem Kirchenbau nicht nur für die "Pflege der Seele" etwas zu tun, sondern auch eine Möglichkeit für die häusliche Betreuung der Kranken und Alten zu schaffen. Für die medizinische Versorgung der Bergleute und ihrer Familienangehörigen war ja durch das am Ort vorhandene Knappschaftskrankenhaus, dessen Träger der Knapp- schaftsverein war, gesorgt. Sie wurden dort auch stationär bei Bedarf behandelt.  
Der Dienst am Nächsten hatte damals in der Katholischen Kirche Tradition. So wurden um die Wende zum 19. Jahrhundert in vielen Gemeinden bereits Stationen mit Ordensschwestern gegründet. Gleichzeitig erfolgte auch die Gründung von Krankenpflegevereinen, die als Träger der Kranken- und Altenpflege fungierten, aber im Bedarfsfall auch vor Ort für Kleinkinderschulen sowie  Näh- und Kochschulen sorgten. Genau dieses Modell wurde auch in Frankenholz angegangen und wo sonst als im Kirchenbauverein, der ja damals der einzige "kirchliche Verein" vor Ort war, sollte man dies besprechen. Während aber auf der einen Seite der Kirchenbauverein durch Männer "getragen" wurde, waren es dann die Frauen, die sich dafür stark machten, einen Krankenpflegeverein "auf den Weg" zu bringen. Nicht zuletzt war es aber wohl kein Zufall, dass am gleichen Tag, dem 15. Juli 1924, einmal eine Sitzung des Kirchenbauvereins stattgefunden hat,  aber auch der Gründungstag des "Krankenhilfevereins St.Elisabeth" auf dieses Datum fällt. Der damalige Höcher Pfarrer Eiswirth, gleichzeitig dann Vorstand des Kirchenbauvereins und des Krankenhilfevereins teilte der Versammlung mit, dass 3 Ordensschwestern demnächst nach Frankenholz kommen. Die Kücheneinrichtung würde Nikolaus Pirrung stellen und die "anderen Sachen" sollten gekauft werden und hierzu wollte sogar der Kirchenbauverein 1.500 Fr. leihweise zur Verfügung stellen. Die Schwestern sollten beim Maurermeister Albert zu wohnen kommen und für die "Arbeitsschule" abzuhalten, würde Jakob Schuck ein großes Zimmer zur Verfügung stellen. Es waren also schon Vorbereitungen für die Zukunft getroffen und der Kirchenbauverein war augenscheinlich der "Pate" des neuen Vereins für die ambulante Krankenpflege vor Ort.          
"Der unter dem Namen Krankenhilfe-Verein St. Elisabeth gegründete Verein hat den Zweck, für unentgeltliche Pflege der Kranken ohne Unterschied des Bekenntnisses durch barmherzige Schwestern mit dem Wohnsitz in Frankenholz zu sorgen. In zweiter Linie erstrebt der Verein eine, durch genannte Schwestern geleitete Handarbeitsschule sowie Kleinkinderbewahrschule. Der Gründungstag ist der 15. Juli 1924" so heißt es in § 1 der Vereinssatzung, die durch den neuen Vorstand und Ausschuss  unterzeichnet wurde. Die Unterzeichner: Eiswirth, Pfarrer, Frau Ludwig Braun, Frau Maria Jost, Frau Michael Lill, Frau Johann Omlor, Frau Otto Breit, Frau Jakobine Hayer und Frau Adolf Müller. Was auffällt ist, dass  verschiedene Frauen damals nicht mit ihrem eigenen Vornamen, sondern mit den Vornamen ihres Mannes unterzeichnet haben. Der Verein wurde am 21. August 1924 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Homburg eingetragen, bestätigt durch den Gerichtsschreiber Fuß.
Neben dem Hauptzweck der "Krankenpflege" wurde also "in zweiter Linie"  ein Betreuungsangebot für die Kleinkinder, aber auch eine "Arbeitsschule" für Mädchen angestrebt, in der neben Handarbeit auch Kochunterricht angeboten werden sollte. Als Vereinsnamen wählte die Gründungsversammlung  den Namen der großen Heiligen Elisabeth von Thüringen. Sie war in ihrem ganzen Leben eine Trösterin der Armen, eine Wohltäterin für die Hungernden, Kranken und Schwachen. "Christentum ist Geben", war der Leitgedanke dieser Frau, der auch in die künftige Arbeit des neuen Frankenholzer Krankenhilfevereins einfließen sollte.

Ökumene stand von Anfang an mit im Vordergrund


Von Anfang an stand auch der "ökumenische Gedanke" mit im Vordergrund, denn die Vereinsarbeit bezog sich auf alle, ohne Unterschied des Bekenntnisses. Bemerkt werden soll aber, dass im Jahre 1921 die protestantische Pfarrei Höchen, zu der die Protestanten von Frankenholz gehörten, bereits den "Evangelischen Krankenpflegeverein Höchen /Frankenholz/ Websweiler" gegründet und schon eine Schwester als Pflegekraft im Einsatz hatte.  Mit der Gründung des  Elisabethenvereins  waren nun beide Konfessionen in der Bergmannsgemeinde in der Krankenpflege tätig.
War die Krankenpflege direkt zwar unentgeltlich, so wurde der Verein natürlich von Mitgliedern getragen, die auch damals eine "Eintrittsgebühr" und einen monatlichen Beitrag zu zahlen hatten. Eine Ausnahme im Hinblick auf die "Eintrittsgebühr" galt wohl für Jungvermählte. Wie aus einem Beschluss im Jahre 1937 hervorgeht, konnten Jungvermählte dann noch ohne Eintrittsgeld aufgenommen werden, wenn sie im ersten Jahr ihrer Vermählung dem Verein beitraten.  
Laut "Gründungssatzung" war "Geborener" Vorstand des Vereins der jeweilige katholische Pfarrer von Frankenholz, bis zur Bildung der Pfarrei im Jahre 1928 jedoch war dies allerdings der Pfarrer von Höchen. 1924 war man also schon ganz klar auf eine eigene Pfarrgemeinde mit eigenem Pfarrer in Frankenholz in naher Zukunft fixiert. Interessant ist, dass der Ausschuss des Vereins  aus 7 Frauen bestehen musste, die aus der Zahl der Mitglieder durch die Generalversammlung zu wählen waren. Die "Männerwelt" war also von der Ausschussarbeit zunächst ausgeschlossen. Sie hatte ja mit den Vorbereitungen zum Bau der Kirche und der Sammlertätigkeit genug zu tun.
Durch Urkunde des Bischofs von Speyer vom 10.12.1976 wurde der St. Elisabethenverein als kirchlicher Verein "errichtet" und erhielt die Rechtsstellung einer juristischen Person des kirchlichen Rechts. Seither untersteht er auch der Obsorge und Aufsicht des Bischofs. In der neuen Satzung von 1986 wurde auch festgelegt, dass "wenigstens 3 Frauen" Mitglieder des Vorstandes sein müssen.


Aufbau der Schwesternstation


Eng verbunden mit der Vereinsgründung war, wie oben schon angesprochen, natürlich die Einrichtung einer Schwesternstation, denn durch "barmherzige Schwestern"  sollte ja die Vereinsarbeit "personalisiert" werden. Zwischen dem Elisabethenverein und dem Institut der Armen Schulschwestern in Speyer ( Orden der Dominikanerinnen) wurde ein Vertrag abgeschlossen, wonach das Institut dem Verein eine Krankenschwester, eine Handarbeitslehrerin und eine Haushaltungsschwester zur Verfügung stellte. So kamen dann noch im November 1924 mit Schwester Damasa, Schwester Patientia und Schwester Hermana die von Pfarrer Eiswirth angekündigten Ordensschwestern nach Frankenholz, noch bevor die Pfarrkirche gebaut  (1927) und die eigenständige Pfarrei St. Josef gegründet war. 1979 gingen die Schwestern zurück ins Mutterhaus nach Speyer.  Siehe auch Artikel "Erinnerung an ein segensreiches Wirken"

Erwerb des alten Schulhauses  (1932/33)


Im Jahre 1927 vermietete die damalige Gemeinde Oberbexbach-Frankenholz dem Verein den 2. Stock des alten Schulhauses in der Schulstraße, das im Jahre 1852 als erstes Frankenholzer Schulhaus errichtet und 1893/94 dann  aufgestockt worden war. Die Schwestern konnten also hier ihre Wohnung beziehen, das Untergeschoss wurde als Wohnung für den protestantischen Lehrer genutzt. Ein Gebäudeteil diente auch der Unterbringung von Gerätschaften der Feuerwehr. Dem Verein ging es dann darum, Wohnung der Schwestern, Krankenstation wie auch Kindergarten unter "ein Dach" zu bringen.  Unter Hinweis darauf, dass die Lehrerwohnung im Erdgeschoss seit Spätherbst 1931 nicht mehr benutzt werde und  nur nach umfassender Sanierung wieder bewohnbar sei, stellte Pfarrer Layes (Pfarrer von 1928 bis 1971) als Vorsitzender am 13. Januar 1932 an die Gemeinde den Antrag, das Haus  käuflich zu erwerben. Durch den Übergang an den Elisabethenverein würde es ja der Allgemeinheit erhalten bleiben.   Nach Beschlussfassung des Gemeinderates vom 16. Dezember 1932 wurde das Haus zum Kaufpreis von 52.500 Franken franz. Währung einschließlich des Schulgartens mit notarieller Urkunde vom 25. Januar 1933 an den Verein übertragen. Es wurde also nicht Eigentum der Pfarrgemeinde, sondern des kirchlichen Vereins "St. Elisabeth".  Seitens der Gemeinde Oberbexbach/ Frankenholz wurde der Verkaufserlös "zweckgebunden" für den Bau eines "Spritzenhauses" in Frankenholz festgelegt, da ja kein Raum mehr zur Unterbringung der Löschgeräte zur Verfügung stand.  
Im Jahre 1933 erfolgte der Umzug des 1927 gegründeten und in der Luitpoldschule untergebrachten Kindergartens (Kinderbewahranstalt), ebenso auch der Handarbeitsschule und Krankenstation, in das  allgemein dann "Schwesternhaus" genannte Gebäude.  In der Zeit des "Dritten Reiches" geriet der Elisabethenverein auch unter die "Aufsicht" der NSDAP. So heißt es in einem Schreiben der NSDAP vom 17.7.1936: "Alle Versammlungen gleich welcher Art sind der Kreisleitung mindestens 8 Tage zuvor anzumelden.  Heil Hitler, gez. Knissel, Kreisleiter." Es war damals z.B. auch streng untersagt selbst einen "Kameradschaftsabend" ohne Genehmigung abzuhalten. Weitere "Aktionen" lassen auch ein Schreiben von Pfarrer Layes vom 20.2.1945 an den Bannführer der H.J. beim Schanzeinsatz in Frankenholz erkennen. "Sie hatten den Saal in unserem Schwesternhaus für einige Wochen beschlagnahmt und benutzt. Für die bei der Benutzung verursachten Schäden verlangen wir Schadenersatz in Höhe von 75,- RM.", so lautet die finanzielle Forderung.  Wie Pfarrer Layes in einem Aktenvermerk vom 2. Januar 1945 beschreibt, wurde das kath. Schwesternhaus beim Bombenangriff am 23.12.1944 stark beschädigt. 5 Bomben waren in unmittelbarer Nähe des Hauses niedergegangen, 2 davon fielen keine 10 Meter vom Haus entfernt in den Garten.  3/4 aller Ziegel waren zerbrochen, ca 35 Fensterscheiben zerborsten und eingedrückt. An mehreren Stellen waren auch Risse in den Zwischenwänden und an einigen Stellen war Deckenputz abgefallen. Das Militär half mit, die Fenster mit Glas oder Holz wieder in Ordnung zu bringen. Die Hauptbotschaft des Vermerks war: Die Schwestern konnten wohnen bleiben.
Als nach Kriegsende im Juli 1945 die von den Nazis verbotene Pfarrarbeit wieder aufgenommen werden konnte, wurden Räume des Schwesternhauses nun wieder für Einkehrtage und sonstige Veranstaltungen der Pfarrei genutzt. 1952/53 wurde eine Sanierung des Hauses, - u.a. auch mit Zuschussmitteln der Regierung des Saarlandes vorgenommen, auch letzte "Bombenschäden" am Außenputz wurden beseitigt. Mit Unterstützung der Gemeinde Frankenholz wurde auch die Toilettenanlage für den Kindergarten erneuert.  Sanierungsarbeiten erfolgten auch im Laufe der Jahre u.a. auch im Kindergarten. Das Haus war praktisch auch "Gemeindehaus" der katholischen Pfarrgemeinde, denn es waren die Jugendgruppen, die Frauengemeinschaft, die Pfarrbücherei, aber auch der Kirchenchor über Jahre in verschiedenen Räumen des Schwesternhauses untergebracht. 1986 konnten nach der Herrichtung des Pfarrraumes im Keller der Schillerschule,  die Organisationen dann umziehen und der Platz wurde frei für die Arbeit des Kindergartens.

Der Verein in der Gegenwart und in der Zukunft


Der "Krankenhilfeverein St. Elisabeth" führte seine Arbeit auch als Trägerverein des kath. Kindergartens nach dem Ausscheiden der Ordensschwestern im Jahre 1979 mit "weltlichen Erzieherinnen" im ehemaligen Schwesternhaus erfolgreich fort. Die Kinderzahl war bei einer Zulassung von 2 Gruppen im Hinblick auf die vorhandene Raumkapazität auf 45 begrenzt. Der Verein war "Arbeitgeber" des Personals, d.h. der Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen des Kindergartens.
Schon seit Jahren war klar, einmal wegen der Entwicklung der Kinderzahlen wie auch wegen der baulichen und räumlichen Unterbringung, dass die beiden in Frankenholz existierenden Kindergärten, der städtische wie auch der katholische (des Elisabethenvereins), keine Zukunft mehr haben können. Der dringende Neubau einer Einrichtung und die Zusammenführung beider Kindergärten wurde als neue Lösung angesehen. Die außerordentliche Mitgliederversammlung des St. Elisabethenvereins hatte dann am 23. August 2009 beschlossen, den Kindergarten mit dem Bau der neuen Kindertragesstätte aufzugeben, der beide Frankenholzer Einrichtungen vereinen sollte. Im Vorfeld war nach teils heftigen Diskussionen, nach Gesprächen und Verhandlungen mit der Stadt Bexbach sowie der Diözese Speyer keine Einigung dahingehend gelungen, dass der St. Elisabethenverein die Trägerschaft für die geplante neue Tagesstätte übernimmt, wie dies vorher einmal im Gespräch war. Fragen der "Bauträgerschaft" aber auch Personalfragen veranlassten u.a. den Bexbacher Stadtrat zu der Entscheidung, die Trägerschaft einem anderen freien Träger, und zwar der Arbeiterwohlfahrt, zu übergeben.
Da der Kindergarten St. Elisabeth im Sommer 2011 ohne Leitung dastand, war die Entscheidung  über eine vorzeitige Schließung nicht zu vermeiden. So kam es, obwohl der Neubau noch nicht fertig war, zu Beginn des neuen Kindergartenjahres 2011/12 zu einer Fusion mit dem städt. Kindergarten und der damit verbundenen Übernahme der Kinder wie auch des Personals durch die Stadt Bexbach. Nach über 80 Jahren segensreichen Arbeit in der Jugendpflege war mit der Schließung des kath. Kindergartens in Frankenholz eine Ära zu Ende gegangen.
Über all die Jahre gerechnet, haben wohl über 1000 Kinder die Einrichtung besucht und wurden hier auf die Schule und das Leben vorbereitet.
Mit der Schließung wurde auch der "Vereinszweck" des St. Elisabethenvereins auf die "Krankenhilfe" reduziert, die aber nicht mehr "aktiv" durch eigene Kräfte ausgeübt wird. Als "Krankenhilfeverein" und bisheriger Träger der ambulanten Krankenpflege ist der Verein 1975 gemeinsam mit den übrigen Krankenhilfevereinen aus dem Stadtbereich, Mitglied der Ökumenischen Sozialstation Bexbach geworden. Die Aufgaben des Krankenhilfevereins haben sich natürlich dadurch geändert: sie haben sich von der direkten Pflege verschoben auf die ideelle und vor allem materielle Unterstützung der Sozialstation. Die Mitgliedschaft der Einzelmitglieder in der Sozialstation ist nur über den örtlichen Krankenpflegeverein möglich, die Mitgliedsbeiträge gehen zu fast 100 % auch an diese Einrichtung
Auch die weitere Verwendung des ehemaligen Kindergartengebäudes und ersten Frankenholzer Schulhauses (160 Jahre alt) war ob der neuen Situation offen. Die Mitgliederversammlung des Vereins beschloss 2012 den Verkauf des Gebäudes in "Privathand". Der Verkaufserlös von 50.000 ? wird nun der Pfarrei St. Josef als "zweckgebundene Spende" überlassen.  Das Haus, das z.Zt. eine Sanierung der Fassade erfährt, wird wohl aber noch einige Zeit "es Schwesterhaus" im Volksmund genannt werden.  
Vorsitzender des "Krankenhilfevereins St. Elisabeth e.V." in Frankenholz ist heute satzungsgemäß Pfarrer Andreas Münck, gleichzeitig Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft am Höcherberg. Sein Stellvertreter und praktisch "Geschäftsführer" ist Manfred Lapré. Wie sich die Zukunft des Vereine entwickelt, ist im Zuge der Neustrukturierung der kath. Pfarreien in der Diözese Speyer noch nicht genau abzusehen.
Am 13. Juli 2014 wurde das Jubiläum im Rahmen eines Dankamtes in der Pfarrkirche St. Josef begangen.

Manfred Barth