KEB-Vortrag  über  den  Heiligen  Nikolaus


Zum Kaffeekränzchen im Pfarrhaus St. Josef Frankenholz konnte die Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft, Frau Anita Scherne, am Mittwoch, dem 10. Juni 2015, um 15.00 Uhr, rund 20 Gäste begrüßen. Anschließend referierte Frau Kristina Betz in ihrem KEB-Vortrag über den Heiligen Nikolaus. Das Thema war bewusst gewählt worden, weil der Heilige Nikolaus der Namenspatron der künftigen Großpfarrei  Bexbach  sein wird.

Frau Betz führte aus, dass es ganz wenige historische Schriften über den heiligen Nikolaus gibt. Sicher belegt ist, dass er im 4. Jahrhundert nach Christus in Kleinasien in der Stadt Patara geboren wurde und am 6. Dezember 340 in Myra gestorben ist. Sein  Name „Nicolaos“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Sieg des Volkes Gottes“.  Später wird der Heilige auch „Der Bekenner“ genannt. Er hatte wahrscheinlich christliche Eltern, die sehr wohltätig und gläubig waren.  Über seine Zeit in Patara entstanden viele verschiedene Legenden, die Bischof Nikolaus als Helfer der Armen und Wohltäter darstellen.

Gegen 310 n. Chr. soll er wegen seines christlichen Glaubens im Kerker gewesen sein und auch Foltermale davongetragen haben. Um 325 reiste er nach Konstantinopel zur Reichsversammlung des Kaisers und nahm dort am Konzil zur Einheit des christlichen Glaubens teil. Der 6. Dezember, sein  Todestag, wurde zum Festtag. Nikolaus wurde jedoch nicht in Myra begraben, sondern im Feld der Märtyrer, was als Zeichen gilt, dass es damals noch Christenverfolgungen gab. Um 530 n. Chr. wurde über seinem Grab eine Kirche erbaut, später auch ein Kloster, die zur Pilgerstätte wurden.

Nikolaus wurde zum Nationalheiligen in Griechenland und Russland und zum Schutzpatron der Seeleute, Schüler, Gelehrten, Frauen, Gefangenen und Diebe.  Auch gehört er zu den 14 Nothelfern. Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich seine Figur zum späteren Weihnachtsmann, der Geschenke an die Kinder verteilt.

Was Bischof Nikolaus von Myra für unsere heutige Zeit zum Vorbild macht, sind ganz unterschiedliche Aspekte: Er verteidigte mit Feuereifer seinen christlichen Glauben. Er setzte sich besonders für Unterdrückte ein.  Er packte auch selbst mit an, wo Not am Mann war. Genauso war er aber auch ein Diplomat, der gut bei Gegensätzen vermitteln konnte. Und vor allem anderen war er ein „Heiliger der Ökumene“ und als deren Symbolfigur in allen Religionen seiner Zeit hoch angesehen, besonders in der östlichen Kirche.  Mit all diesen Eigenschaften gibt Bischof Nikolaus uns heutigen Menschen Richtlinien an die Hand für die Zusammenarbeit zum Wohl der Menschen in unserer neuen Großpfarrei St. Nikolaus am Höcherberg.

Abschließend bedankte sich Frau Scherne bei Frau Betz für ihren aufschlussreichen Vortrag über den Heiligen Nikolaus, der die Anfangszeit unserer christlichen Kirche entscheidend mitgeprägt hat.  Sie wies noch auf 2 Fahrt-Termine hin: Am 02. Juli 2015 findet die Wallfahrt nach Kirkel statt und am 23. Juli der Ausflug der Katholischen Frauengemeinschaft ins Herz-Jesu-Kloster nach Neustadt. Interessenten für beide Fahrten können sich noch bei Frau Scherne anmelden. 


Spende zum Erfüllen kleiner Wünsche

Über eine Spende in Höhe von 300 € von der katholischen Frauengemeinschaft St. Josef Frankenholz und dem Caritas-Arbeitskreis darf sich die Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland freuen. Im Rahmen einer kleiner Feierstunde im Eltern- und Geschwisterwohnbereich gegenüber der Kinderklinik überreichten die Vorsitzende der Frauengemeinschaft, Anita Scherne, und die Vorsitzende des Arbeitskreises, Edelgard Lapré, das Geld an die stellvertretende Vorsitzende der Elterninitiative, Ina Ruffing. Die Spende sei der Erlös aus dem Erntedankfest, bei dem man Federweißen und Zwiebelkuchen verkauft habe, erzählte Anita Scherne, die seit 2008 an der Spitze der 110 Mitglieder zählenden kfd St. Josef steht. Die Spende sei für das Projekt „Freude machen“ gedacht, so Ina Ruffing. Damit wolle man krebskranken Kindern und Jugendlichen persönliche Wünsche erfüllen. (b.r.)


Dank- und Jubiläumsgottesdienst in St. Josef

Die Katholische Frauengemeinschaft Frankenholz konnte im Spätherbst des vergangenen Jahres auf ihr 85jähriges Bestehen zurückblicken. Am vergangenen Sonntag fand, zwar etwas verspätet, ein Dankamt in der Pfarrkirche St. Josef statt, das durch den kath. Kirchenchor (Leitung Pia Maria Herrmann) gesanglich umrahmt und von Pfarrer Münck zelebriert wurde. Das Jubiläum war ein Grund zu feiern aber auch zu danken dem Herrgott für seine Begleitung auf diesem Weg und zu bitten um seinen reichen Segen auch in der Zukunft. Die Vorsitzende der Frauengemeinschaft Anita Scherne begrüßte besonders die Dekanatsvorsitzende Frau Denk sowie Frauen aus den Nachbarpfarreien. Sie ging auch kurz auf die Gründungsgeschichte der Gemeinschaft ein und schilderte deren Aufgaben im kirchlichen wie auch gesellschaftlichen Bereich in der Pfarrei wie auch in der Dorfgemeinschaft. Ziel und Aufgabe der Frauengemeinschaft war es nach der Gründung im Jahre 1929 durch den ersten Seelsorger der jungen Pfarrei St. Josef, Pfarrer Layes, Gemeinschaft zu wecken und zu pflegen in der Pfarrgemeinde. Seit 85 Jahren ist die KFG durch karitative Dienste als auch im Bildungsbereich und beim geselligen Miteinander ein fester Bestandteil im Leben der Pfarrei St. Josef. Viele Anstöße gingen von ihr aus, wichtige Aufgaben wurden und werden verantwortlich von Frauen übernommen. Anita Scherne erwähnte auch das gute Verhältnis mit den evangelischen Frauen im Zeichen der Ökumene. Sie dankte insbesondere auch allen bisherigen Vorsitzenden und Frauen die durch ihr Engagement das Leben der Gemeinschaften bereicherten und stärkten durch ihr Mittun und ihre Treue, aber auch den Pfarrern, die als Präses die Arbeit unterstützt haben. Um die Zielsetzung der Frauengemeinschaft in den kommenden Jahren verwirklichen zu können, bat sie alle um Unterstützung.

A.S.


fotos privat