Adventsfeier und Neujahrsempfang der Frauengemeinschaft

 

Die katholische Frauengemeinschaft St. Martin, Bexbach, lädt ein zu einer besinnlichen Adventsfeier für Mittwoch, 13. Dezember, um 18 Uhr ins Gemeindezentrum St. Martin. Am Dienstag, 2. Januar, gibt es nach der Frauenmesse, die um 9 Uhr in der Kirche St. Martin gefeiert wird, einen kleinen Sektempfang im Gemeindezentrum. Schon jetzt sei auf den

närrischen Vormittag der kfd am Dienstag, 13. Februar 2018, gegen 10 Uhr im

Gemeindezentrum hingewiesen.

 

Ökumenischer Gottesdienst an Neujahr

 

Seit der Jahrtausendwende treffen sich zu Beginn des neuen Jahres protestantische und katholische Christen, um in einem gemeinsamen Gottesdienst das beginnende Jahr unter den

Segen Gottes zu stellen. Am Neujahrstag, 1. Januar 2018, um 17 Uhr ist der

Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin. Die Predigt hält Pfarrer Hansdieter

Heck, die Liturgie gestaltet Pfarrer Ulrich Weinkötz. Im Anschluss ist bei

einem Empfang im Gemeindezentrum St. Martin die Möglichkeit zu Begegnung und

Gespräch und zum Austausch von Neujahrswünschen gegeben. Zu diesem Nachmittag

sind die prot. und kath. Christen aus den Gemeinden am Höcherberg herzlich

eingeladen, besonders alle, die sich in Politik, Wirtschaft, Kirchen, Kultur

und Vereinsleben, sowie in karitativen und helfenden Organisationen engagieren.

 

 

 

75 Jahre im Dienste der Musica Sacra

 

Mitten in den Wirren des 2. Weltkrieges, als

viele Menschen an den verschiedenen Fronten und in der Heimat bei Fliegerangriffen – auch bei uns in Bexbach – ihr Leben ließen und allenthalben Mangel und Not herrschten, trat Hildegard Kiehl, heute Hildegard Weber, als 14jähriges Mädchen in den „Cäcilienverein“ ein. In der schweren Zeit des Nationalsozialismus

gehörte dazu schon eine große Portion Bekennermut, zumal das kirchliche Leben

in der Öffentlichkeit durch das Hitlerregime stark eingeschränkt wurde. Was

sich in der Kirche und in kirchlichen Räumen abspielte, wurde noch relativ

geschont. Denn Proberäume waren die Kirche und das Schwesternhaus.

Bei all diesen Problemen wurde in dieser Zeit dennoch an hohen Feiertagen das Lob Gottes gesungen. Engagierte Frauen und Mädchen sowie ältere Männer hielten dem Chor mit ihrem Durchhaltevermögen die Treue. Chorleiterinnen waren Schulschwestern wie Schwester Matthia, die bei einem Bombenangriff in Homburg im Mai 1945 ums Leben kam. In bester Erinnerung hat Hildegard Weber noch Schwester Sepulchra, die mit viel Einfühlungsvermögen

in ihrer liebenswerten Art nach dem Krieg den Chor wieder aufbaute. Leider

verstarb sie 1949 in noch jungen Jahren. Gern erinnert sich Hildegard Weber auch

an die vielen musikalischen Höhepunkte und das ausgeprägte gemeinschaftliche

Leben unter der 40-jährigen Chorleitung von Emil Betz. Das alles setzte sich

auch fort unter Johannes Hepp und Harald Frego .

Heute, im fortgeschrittenen Alter, macht ihr das Singen unter Chorleiterin Christina

Weyers in einem leistungsfähigen Chor immer noch Freude. Im „Alt“ ist sie bei

ihrer körperlichen und geistigen Frische (regelmäßiges Joggen!) mit ihrer

Stimme und ihrer reichen Erfahrung in der Kirchenmusik immer noch eine

wertvolle Stütze.

Ein dreiviertel Jahrhundert lang, mit wenigen kurzfristigen Unterbrechungen, erlebte sie viele Veränderungen unter sieben Chorleitern und Chorleiterinnen, acht Vorsitzenden und sieben Pfarrern, die alle in verschiedener Weise das Bild des Chores mitprägten.

Bedeutsam waren in den 75 Jahren auch die Liturgiereform und einschneidende Änderungen im Zeitgeschmack bei der Chorliteratur. Hildegard Weber liebt besonders die herkömmliche Chorliteratur der alten Meister der Klassik und der Romantik, singt aber auch gerne Werke

zeitgenössischer Komponisten und zeigt Toleranz und Verständnis für die Musik

und den Gesang der jüngeren Generation.

Der Kirchenchor St. Martin wünscht ihr zu dem ungewöhnlichen Jubiläum, dass ihre Gesundheit und geistige Frische noch lange anhalten, so dass sie noch lange im Kirchenchor mitsingen und die rund 60 Stufen zur Empore unserer Kirche in sportlicher Manier bewältigen kann. 

Im Festgottesdienst am Sonntag, 26. November, dem Cäcilientag, ehrte und dankte der Kirchenchor St. Martin Sängerin Hildegard Weber. Eine Urkunde erhielten außerdem Gerhard Houy, der seit 65 Jahren dem Chor die Treue hält, sowie Simone Betz für 25 Jahre. Für Simone Betz nahm ihre Mutter Petra Betz die Urkunde in Empfang. (Text: G.K./Foto: M. G.)

 

Neues aus dem Gemeindeausschuss

Kleiderstube schließt zum Jahresende

 

Der Gemeindeausschuss traf sich zu seiner Sitzung am 18. Oktober im neuen

Gemeindezentrum. Als Tagesordnungspunkt wurde rückblickend das Pfarrfest

besprochen, das in diesem Jahr zum ersten Mal mit der Kita St. Dominikus auf

deren Gelände gefeiert wurde. Auch zog man ein positives Resümee zum

Ehrenamtstag, zu dem am 14.10.2017 das Pastoralteam nach Oberbexbach eingeladen

hatte, um allen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz in der Pfarrei zu danken. Das Patrozinium

wird am 12. November mit einem feierlichen Gottesdienst begangen, anschließend

ist im Gemeindezentrum die Buchausstellung der Edith-Stein-Bücherei.

Für die Adventssonntage lädt der Gemeindeausschuss im Anschluss an den Gottesdienst zu

Glühwein und Gebäck ins Gemeindezentrum ein, der Erlös kommt der Jugendarbeit

in der Gemeinde zugute.

Die Pfarrei hat sich zum Ziel gesetzt, für 2018 einen verbindlichen Terminplan aufzustellen, um Überschneidungen bei Veranstaltungen in den verschiedenen Gemeinden zu

vermeiden. Der Gemeindeausschuss hat nun die Aufgabe, die verschiedenen

Gruppierungen anzuschreiben, damit diese bis zu einem bestimmten Tag alle ihre

bisher schon geplanten Veranstaltungen melden können. Alle darüber

hinausgehenden Veranstaltungen bzw. Treffen können jederzeit im Pfarrbüro

gemeldet werden.

Auch hat sich der Gemeindeausschuss mit dem Thema Kleiderstube beschäftigt. Es hat sich gezeigt, dass die materielle Versorgung der Flüchtlinge mittlerweile kein Thema mehr

ist, die Kleiderstube hat sich zu einem Begegnungspunkt entwickelt, wo sich

Syrer und Helfer gerne treffen und austauschen. Es wurde beschlossen, die

Kleiderstube in ihrer jetzigen Art aufzulösen und das Kleiderstuben-Team zu

beauftragen, andere Möglichkeiten (z. B. regelmäßige Treffen im

Gemeindezentrum) der Begegnung zu finden. Es wird somit nur die Örtlichkeit

gewechselt, die Idee des Treffens und Austauschens bleibt bestehen.

Des Weiteren wurde beschlossen, um die Nutzung des Gemeindezentrums professioneller zu gestalten, einen Gemeindezentrums-Ausschuss zu bilden, der in erster Linie eine

Hausordnung zu erstellen hat und für sonstige Belange zuständig ist. Die

Buchung und Vergabe der Örtlichkeit obliegt dem Pfarrbüro.

(Text: Petra Lupp)

 

 

Ökumenischer AK will sich mit Schieflage der Gesellschaft befassen

 

Erstmals im neuen katholischen Gemeindezentrum traf sich der ökumenische Arbeitskreis der protestantischen und katholischen Kirchengemeinden Bexbachs unter der Leitung der beiden Pfarrer Heck und Weinkötz. Premiere hatte auch Pfarrer Weinkötz, der seit seiner Amtseinführung zum ersten Mal einer Arbeitssitzung dieses Gremiums beiwohnte. Beibehalten wurden die beiden ökumenischen Gottesdienste am Buß- und Bettag und am Neujahrstag. Während Pfarrer Weinkötz in der protestantischen Kirche zum Thema „Buße“ predigte, das ja auch Martin Luther ein Herzensanliegen war, wird am 1. Januar 2018 um 17 Uhr in der katholischen Kirche Pfarrer Heck die Ansprache halten. Im Anschluss daran wird im Gemeindezentrum der traditionelle Neujahrsempfang ausgerichtet, für den 2018 der Gemeindeausschuss der Gemeinde St. Martin verantwortlich zeichnet, nachdem man die letzten Jahre Gast im prot. Gemeindehaus gewesen war. Den Verantwortlichen wurde daher für die Organisation und Ausrichtung herzlich gedankt. Die kommende ökumenischen Woche findet vom 19. bis 23. Februar 2018 statt und wird ein sozialpolitisches Thema behandeln. Da fast kaum ein Tag vergeht, an dem nicht medial die Themen Kinder- und Altersarmut sowie die soziale Schieflage unserer Gesellschaft angesprochen werden, soll anhand von Fachvorträgen die diesbezügliche Situation in unserer Stadt beleuchtet werden. Hinzu kommt die augenblickliche Absicht der Pfarrei Hl. Nikolaus, ein Pastoralkonzept auf der Grundlage einer Pfarranalyse zu erstellen. Diese wird auch ein Soziogramm beinhalten, das ebenfalls in die spätere Konzeption mit einfließt. Genaueres zur ökumenischen Woche wird später, Anfang Januar veröffentlicht. Im nächsten Jahr wird der eintägige ökumenische Ausflug, der immer in Verbindung mit dem Schwerpunkt der ökumenische. Woche stand, entfallen. Stattdessen wurden verschiedene Modelle angedacht, wie die Chance des gemeinsamen Unterwegs-Seins auf andere Art und Weise umgesetzt werden kann. Wie auch immer die Entscheidung für künftige „Ausflüge“ aussehen mag, einig war man sich darin, dass sie weiterhin einen festen, unverzichtbaren Platz in den ökumenischen Aktivitäten beider Kirchengemeinden haben. Irmgard Leibrock verwies auf die gemeinsame Aktion beider Kirchen „Kirchenräume lebendig machen“ mit dem Ziel, Interessierte zum qualifizierten Kirchenführer auszubilden. Näheres kann über die Evangelische Arbeitsstelle „Bildung und Gesellschaft“ und die Kath. Erwachsenenbildung erfahren werden. (Text: L.B.)

 

St. Martinskirche wurde vor 10 Jahren renoviert

 

Einer der Höhepunkte im Wirken von Pfarrer Andreas Münck war die Innenrenovierung der St. Martinskirche im Jahr 2006. In der Predigt zum Jahresende 2004 konnte er nach Rücksprache mit den damaligen Gremien dieses Vorhaben ankündigen. Mit der Altarweihe sollten zum 125jährigen Weihejubiläum im September 2006 die Arbeiten ihren Abschluss finden. Damit hatten sich Pfarrer und die verantwortlichen Gremien einen festen Termin gesetzt und einen mutigen Schritt gewagt, zumal die Pfarrei St. Martin für eine Bezuschussung durch die Diözese Speyer auf absehbare Zeit „nicht dran war“ und viele Kirchgänger immer wieder monierten: Unsere Kirche ist dreckig, wann wird sie endlich gestrichen?

 

Die Maßnahme war dringend notwendig, da die Elektroanlage aus den 50er Jahren nicht mehr den Anforderungen entsprach. Der Wandverputz war teilweise schadhaft und der Fußboden in der Sakristei und auf der Empore reparaturbedürftig. Ein neuer Anstrich mit einer stilgerechten Farbgebung war dringend notwendig, ebenso die Neugestaltung des Altarraumes. Eine notwendige Renovierung der Orgel war aus Kostengründen noch nicht möglich.

 

Recht bald bildete sich ein „Initiativkreis“ aus Verantwortlichen der Pfarrei, der sich über die Gestaltung und finanzielle Bewältigung Gedanken machte. Verschiedene Aktionen, besonders Türkollekten und viele andere Ideen wurden entwickelt, wusste man doch, dass die Pfarrei rund eine halbe Million aufbringen musste.

 

Lange und intensive Überlegungen waren zur Gestaltung des Inneren der Kirche notwendig, oft mit kontroversen, aber stets konstruktiven Ideen. Dabei mussten seelsorgerliche, liturgische, stilistische und künstlerische Aspekte, sowie Erfordernisse des Glaubenslebens und der Frömmigkeit der Menschen berücksichtigt werden, ebenso wie die bei der Renovierung 1962 geschaffenen Fakten. Nach der Erprobung verschiedener Möglichkeiten entschieden sich die Verantwortlichen für ein Konzept, das im Wesentlichen die Handschrift des damaligen Leiters des Bischöflichen Bauamtes Herrn Hartmann und der Kirchenrestauratorin Frau Mrziglod trägt. Gewöhnungsbedürftig war das Retabel, eine altarähnliche Wand im Hintergrund des Altarraumes, in der die historische Kreuzigungsgruppe aus der Erbauungszeit der Kirche aufgestellt wurde, als Flucht- und Endpunkt der baulichen Linien des Gesamtraumes. Ungewöhnlich ist auch die Trennung von Altar und Tabernakel, ganz im Sinne des II. Vatikanischen Konzils. Die Bänke des Seitenschiffes wurden nicht mehr aufgestellt. Damit wurde die architektonische Wirkung des Raumes erhöht und die immer spärlicher werdende Gottesdienstgemeinde rückt im Hauptschiff näher zusammen. Die Bänke aus den Seitenschiffen wurden bei der Neugestaltung der Empore dort aufgestellt. Auch noch vorhandene Heiligenfiguren fanden wieder einen Platz.

 

Als am 8. Januar 2006 die Kirche wegen der Bauarbeiten geschlossen wurde, waren die kath. Christen Gäste in der Prot. Kirche, eigentlich keine Sensation bei dem guten ökumenischen Miteinander beider Konfessionen in Bexbach. Pfarrer Münck war stark berührt von dem Angebot seines prot. Kollegen Heck, der „ihm seine Kanzel zur Verfügung stellte“. Leider musste auch die prot. Kirche nach einiger Zeit für Bauarbeiten geschlossen werden. Die Bexbacher Katholiken waren dann in der St. Barbarakirche Oberbexbach zu Gast.

 

Pünktlich zur Altarweihe am 3. September 2006 durch Bischof Dr. Anton Schlembach war das Werk vollendet. Es wurde ein großer Freudentag für die gesamte Pfarrei, der mit einem festlichen Hochamt, musikalisch gestaltet durch den Kirchenchor unter der Leitung von Pia-Maria Hermann, und einem Pfarrfest um die Kirche gefeiert wurde. Das Ergebnis fand große Zustimmung, sowohl bei einheimischen, als auch bei vielen auswärtigen Besuchern der Kirche.

 

Auf den Besucher wirken die Monumentalität und Harmonie des Raumes, sowie seine Schlichtheit, die durch die Farbgebung und sparsame Ornamentierung gemindert wird. Es scheint, als halte die Kirche, die tagsüber offen ist, Ausschau nach Menschen, die sich zum Gottesdienst versammeln oder auch im stillen Gebet Trost und Ruhe finden, wahrhaftig ein „Zelt Gottes unter den Menschen“ im Zentrum unserer Stadt.

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