Der Weg durch die Geschichte


Chronik der Pfarrei St. Martin

eine Zusammenstellung von Gerhard Kribelbauer

Skizze der ersten Kirche

Skizze der heutigen Kirche




I. Von den Anfängen bis zum Bau der heutigen Kirche


1317 Erstmalige Erwähnung eines Pfarrers von Mittelbexbach

1418 Pfarrei Mittelbexbach gehört zum Dekanat Neumünster (bei Ottweiler) und zur Diözese Metz

1535 Die Pfarrei wird lutherisch unter Pfarrer Johannes Reif

1544 Erstmalige Erwähnung einer Kirche in Mittelbexbach

1623- 1635 Totale Zerstörung der Bexbachorte im 30jährigen Krieg

1680 Wiedererrichtung einer kath. Pfarrei in Mittelbexbach mit Niederbexbach

1684 Simultaneum in Niederbexbach

1686 Erstes Kirchenbuch in lat. und franz. Sprache, Katholiken erhalten Kirche zurück

1697 Mittelbexbacher Pfarrer betreut Höchen

1708 Bischof Coslin von Metz benennt für die Pfarrei den hl. Martin als Kirchenpatron

1726 Johannes David von Müllenthal schenkt der Pfarrei zwei barocke Kelche

1751 Vergrößerung der alten Kirche

1770 Erste Orgel für die Kirche mit 13 Registern ( Gebrüder Hemmert, Zemlingen)

1770 Bischof von Metz ordnet Mittelbexbach dem Dekanat Neumünster zu

1802 Ausscheiden der Pfarrei aus dem Bistum Metz, die Pfarrei kommt zum Bistum Trier

1814 Neuanlage eines Friedhofes an der Oberbexbacher Straße (Beethovenplatz)

1821 Mittelbexbach kommt zum neu errichteten Bistum Speyer und zum Dekanat Homburg, Katholiken von Wellesweiler scheiden    aus

1824 Bau des Vinzentiushauses als Schulhaus, später Sitz der Krankenschwestern

1854 Anschaffung einer neuen Orgel, 12 Register (Fa. Schlimbach)

1858 Geplante Erweiterung der alten Kirche, notwendig wegen der sprunghaft ansteigenden Bevölkerungszahl

1874 Pfarrer Johannes Matthäß

1876 Gründung des „Cäcilienvereins“, heute Kirchenchor St. Martin

1880 Abriss der alten Kirche (statt einer Erweiterung)

1880 Per Gerichtsentscheid wird die Kirche in Niederbexbach protestantisch



II. Vom Bau der Kirche bis zum 1. Weltkrieg


1881 Einweihung der jetzigen, großen Kirche durch den Bischof von Speyer Joseph von Ehrler, Architekt Franz Schöberl, Speyer

1888 Bau der protestantischen Kirche

1887 Wegkreuz Kleinottweilerstraße - Hochwiesmühlstraße wird errichtet

1889 Pfarrer Jakob Boßle

1891 Anschaffung von vier neuen Glocken (e,fis,gis,h) Fa. Bour & Günzer, Metz

1895 Bau des heutigen Pfarrhauses

1897 Bau des Schwesternhaus in der Pestalozzistraße mit Kindergarten und Handarbeitsschule der Speyerer Schulschwestern

1897 Errichtung des Kreuzes Wellerweilerstraße - Grubenstraße (Stifter: Pfr. Storck)

1897 Gründung des Vinzentiusvereins

1900 Mallersdorfer Schwestern übernehmen den Dienst an den Kranken, Ankauf des alten Schulhauses neben der Kirche (Vinzentiushaus)

1904 Pfarrer Andreas Kunz

1904 Gründung des "St. Martinusvereins" zur Finanzierung der Ausstattung der Kirche

1907 Installation der Kirchenuhr (gehört der Gemeinde)

1909 Restaurierung und Ausmalung der Kirche

1910 Neue Orgel von Voit u. Söhne, Durlach, 18 Register; bis 1964 in Dienst

1911 Pfarrer Johannes Rinck



III. Die Zeit des I. und II. Weltkrieges


1914 – 1918 Erster Weltkrieg: Trauer um viele Gefallene aus der Pfarrei; Armut und Hunger

1915 2. Kaplansstelle in der Pfarrei

1915 Gründung einer „Frauengemeinschaft“

1915 Drei Glocken werden für Kriegszwecke abmontiert, die größte (e) blieb hängen

1919 „Kirchenraub“ Verwüstungen in der Kirche durch Unbekannte

1920 Pfarrer Johannes Bossung

1921 Einweihung eines neuen Geläutes (4 Glocken: e,g,a,c), Glockengießerei Pfeifer, Kaiserslautern

1922 Tod und Beisetzung von Dr. Ludwig Nieder in Bexbach

1924 Gründung der Pfarrbücherei (heute "Edith-Stein-Bücherei")

1926 Gründung der DJK (aus dem Jünglingsverein)

1928 2. Renovierung der Kirche, Erweiterung der Empore um ein Joch

1933 Weihe der Kirche "Christkönig" in der Filialgemeinde Limbach-Altstadt

1933 – 1945 Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus, Unterdrückung kirchlicher Aktiven, Verbot kirchlicher Verbände

1937 Aufhebung der Konfessionsschule durch das NS-Regime

1939 – 1945 Zweiter Weltkrieg: Viele Kriegstote, auch Tote bei der Zivilbevölkerung, häufige Luftangriffe, Wohnhäuser wurden zerstört

1941 Neuer Kreuzweg, gemalt von Adolph Späth, München, nach dem Original von Prof. Fugel

1942 Abmontierung der drei größeren Glocken für Kriegszwecke, die kleinste Glocke blieb, sie hängt heute noch in Niederbexbach

1944/45 die Kirche erleidet beträchtliche Schäden durch Bombenangriffe (Fenster, Kreuzgruppe auf dem Altar), provisorische Behebung der Schäden


IV. Nachkriegszeit und Neubeginn


1945 Wiedererrichtung der Konfessionsschule

1946 Wiederbeginn der kirchlichen Jugendarbeit: BdkJ, Pfadfinder, Mädchengruppen

1949 Gründung der Kolpingfamilie

1951 Weihe von 4 neuen Glocken ( e g a h ), durch Bischof Wendel

1954 Rückkehr von Bischof Weber nach mehrjähriger Kerkerhaft in China

1956 Primiz von Pater Max Heidinger

1957 Tod von Pfarrer Johannes Bossung, Pfr. Robert Abel wird dessen Nachfolger

1957 Erste Ausgabe der Kirchenblattes „Gottesdienst am Höcherberg“

1957 Wiedergründung der DJK nach NS-Verbot (aus Kolping und BdkJ)

1957 Erster Martinszug

1958 Limbach "Christkönig" wird selbständige Pfarrei

1959 Pfarrheim St. Martin (1. Bauabschnitt fertig gestellt)

1960 Goldenes Priesterjubiläum von Bischof Weber

1962 Gründung des "Pfarrausschusses" - Vorläufer des Pfarrgemeinderates

1962 Bau des St. Michaelheimes in Niederbexbach

1962 – 1965 II. Vatikanisches Konzil unter Beteiligung von Bischof Karl Weber als Konzilsvater. Er brachte der Pfarrei von Rom 30 Reliquien mit.

1962 /63 3. Restaurierung der Kirche: Neugestaltung des Altarraumes, neue Fenster; Taufkapelle mit neuem Taufstein

1963 Silbernes Bischofsjubiläum von Bischof Weber

1964 Neue Orgel durch die Fa. Hugo Mayer Heusweiler (35 Register), Freilegung der großen Rosette, Gestaltung mit Hl.-Geist-Motiven

1966 Krönung der Marienstatue: zwei Engelsfiguren aus dem Jahr 1720 tragen die Krone

1967 Neubau der Pfarrbücherei – „Edith-Stein-Bücherei“

1969 Ende der Konfessionsschule



V. Die Pfarrei nach dem II. Vat. Konzil


1968 Erster Pfarrgemeinderat wird gewählt

1968 Einführung der Liturgiereform nach dem II. Vat. Konzil

1971 "Kirchenschändung" durch Unbekannte

1972 Pfr. Abel verlässt die Pfarrei, Nachfolger wird Pfr. Dieter Rottenwöhrer

1974 Errichtung des Pfarrverbandes Bexbach

1975 Krankenpflegestation der Mallersdorfer Schwestern wird aufgelöst, Gründung der Ökumenischen Sozialstation

1975 Errichtung der neuen Sportanlage der DJK "Am Alten  Schlammweiher"

1976 Pfr. Rottenwöhrer verlässt Bexbach, Nachfolger wird Pfr. Franz Wolsiffer

1979 „Fußgängerzone“ um die Kirche, Neugestaltung des Eingangsbereichs der Kirche

1980 Beginn der ökumen. Zusammenarbeit, ökumenischer Arbeitskreis

1980/81 Kirchenrestaurierung: Neue Heizung, neue Bänke, neuer Fußboden

1984 Weihe von Hans Manderscheid zum 1. Diakon der Pfarrei

1984 Priesterweihe und Primiz von H. Joachim Bender

1988 Pfr. Wolsiffer verlässt Bexbach, Nachfolger wird Pfr. Herrmann Groß

1994 Beginn der „Pfarrerneuerung“ – 1. Pfarrbrief „Miteinander unterwegs“

1995 Priesterweihe und Primiz von Thomas Brenner

1996 Ludwigsthal kommt zur Pfarrei St. Josef Furpach-Kohlhof

1997 Kindergarten St. Dominikus in Trägerschaft der Pfarrei

1998 Pfarreiengemeinschaft St. Martin Bexbach und St. Barbara Oberbexbach

2000 Diakonenweihe von Reiner Borras-Valcaneras

2001 Diakonenweihe von Hans Eisel

2002 Neugestaltung der Edith-Stein-Bücherei

2003 Plötzlicher Tod von Pfr. Herrmann Groß, Kaplan Andreas Rubel wird Administrator




VI. Heutige Zeit


2004 Amtseinführung von Pfr. Andreas Münck

2005 Verkauf des St. Michaelheimes in Niederbexbach

2006 Innenrenovierung der Kirche: Neugestaltung des Chores, neuer Altar, wichtige Reparaturen, neuer Innenanstrich, neue Heizung; Altarweihe am 3. September durch Bischof Dr. Anton Schlembach

2006 Priesterweihe in Rom und Primiz von Dr. Udo Stenz

2006 Der Dirigent und Leiter des Kirchenchores, Herr Frego, verlässt die Pfarrei; Nachfolgerin wird Frau Christina Weyers

2007 Pfarreiengemeinschaft Bexbach, Oberbexbach, Frankenholz, Höchen

2010 Erweiterung und Neugestaltung der Kindertagesstätte St. Dominikus

2011 Bischof von Speyer setzt Neuordnung der Bistumsstruktur in Kraft: Die Pfarreiengemeinschaft Bexbach wird ab 2015 zu einer einzigen großen Pfarrei. Erstmalig ist die Pfarreiengemeinschaft im weltweiten Netzwerk „Internet“ mit einem eigenen Auftritt vertreten (www.pfarreien-bexbach.de); Wahlen zum Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat zum letzten Mal in der alten Form.


Quellen

1. St. Martinskirche Bexbach, Festschrift anlässlich der Beendigung der Kirchenrenovierung und der Orgelweihe 1964

2. Kurt Hoppstädter u.a., Stadt Bexbach, ein Heimatbuch, Bexbach, 1971

3. 100 Jahre Pfarrkirche St. Martin Bexbach, kath. Pfarramt Bexbach, 1981

4. Bernhardt H. Bonkhoff, Die Kirchen im Saar-Pfalz-Kreis, 1987

5. Pfarranalyse der Pfarrei St. Martin Bexbach, 1996

6. Bernhard Welter u. Otto L. Ruffing, Bexbach - Heimat am Höcherberg, 1999

7. 125 Jahre Kath. Kirchenchor St. Martin Bexbach, Festschrift, 2001

8. Eigenes Material des Verfassers