Liebe Kinder,

findet Ihr nicht auch, dass die Zeit rast? Eben noch haben wir uns verkleidet und Fasnacht gefeiert. Und jetzt ist schon fast die Fastenzeit vorbei. Der kommende Sonntag heißt Palmsonntag. Wisst Ihr warum? Weil Jesus auf einem Esel in Jerusalem eingezogen ist. Und die Leute haben damals ihm zu Ehren Palmzweige gestreut. Bei uns gibt es keine Palmen. Aber vor oder hinter der Kirche werden Buchszweige gesegnet. Die könnt Ihr mit nach Hause nehmen.

 

Der darauffolgende Donnerstag ist der Gründonnerstag. Da denken wir daran, dass Jesus mit seinen Jüngern zum letzten Mal zusammengesessen ist und mit ihnen Abendmahl gefeiert hat. Am nächsten Tag, dem Karfreitag, gehen wir in der Kreuzwegandacht Jesu Leidensweg mit. Wie Ihr sicherlich wisst, ist Jesus hingerichtet worden und am Kreuz gestorben. Das stimmt uns noch heute sehr traurig. Doch lange müssen wir nicht traurig sein. Denn Jeus ist auferstanden – am dritten Tag. Dieses wunderbare Ereignis feiern wir in der Osternacht und am Ostermorgen.

 

Aber wie genau war das mit der Auferstehung bei Jesus? Wo können wir Jesus nun finden? Wie können wir ihm begegnen? Diese Fragen stellten sich schon damals die Christen. Die Antwort heißt: Wir wissen nicht, wie die Auferstehung war. Aber wir können Jesus eigentlich überall finden. Jesus ist nicht tot. Er ist nicht im Grab. Das leere Grab kann Menschen erschrecken. Aber Jesus hat seinen Jüngern vor seinem Tod schon gesagt, wo sie ihn finden werden. In Galiläa. Das ist da, wo sie zu Hause sind. Nicht nur für die Jünger damals gilt deshalb: Wenn ihr Jesus finden wollt, dann geht los. Sucht ihn dort, wo ihr lebt. Und sucht ihn in den Geschichten des Evangeliums.

 

Der Sabbat, der Ruhetag war vorbei. Maria von Magdala, Maria die Frau von Jakobus und Salome kauften Kräuter und Öle, denn sie wollten Jesus salben. Am ersten Tag der Woche, das ist der Sonntag, kamen sie früh zum Grab. Gerade ging die Sonne auf. Sie überlegten: Wie sollen wir den Stein wegräumen? Sonst kommen wir nicht ins Grab. Aber da sahen sie, dass der Stein weg war. Es war ein großer Stein. Sie gingen in die Grabhöhle hinein. Da sahen sie einen Mann in weißen Kleidern sitzen. Sie bekamen Angst. Aber der Mann sagte zu ihnen: „Habt keine Angst. Ihr sucht Jesus aus Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier. Er ist auferstanden. Hier seht ihr die Stelle, wo er gelegen hat. Und nun geht zu seinen Jüngern und zu Petrus. Sagt ihnen: Er geht nach Galiläa, noch ehe ihr dort hingeht. Dort werdet ihr ihn sehen. Genau so hat er es euch vorausgesagt.“ Und sie rannten vom Grab weg. Sie hatten Angst bekommen und sagten niemandem etwas davon. (nach Mk 16,1–8)


Hallo Kinder,

 

Ihr kennt mich noch nicht. Ich bin die Kirchenmaus von Bexbach. Einen Namen habe ich keinen. Aber wenn Ihr eine Idee habt, wie ich heißen könnte, freue ich mich auf viele gute Vorschläge, ich werde mir dann den schönsten aussuchen. Dafür weiß ich aber ziemlich viel, was so in der Kirche vor sich geht. Klar, ich wohne ja schließ lich da. Also, wenn Ihr Fragen habt zu den Kirchen hier in Bexbach oder zum Gottesdienst oder zu den Festen, die wir feiern, könnt Ihr mich gern fragen. Ich werde versuchen, Euch im nächsten Kirchenblatt Antwort zu geben.

 

Da mir noch niemand eine Frage gestellt hat, erkläre ich Euch heute einfach mal, was es mit Mariä Lichtmess auf sich hat. Das Fest, auch Darstellung des Herrn genannt, wird am 2. Februar gefeiert: 40 Tage nach der Geburt bringen Maria und Josef das Jesuskind in den Tempel. Jesus wird Gott geweiht. In dieser Zeit sind auch Hannah und Simon, zwei alte, fromme Menschen im Tempel. Sie sehen in Jesus den Erlöser der Welt, als das Licht für alle Völker. Deshalb werden an diesem Tag im Gottesdienst Kerzen gesegnet.

 

Am nächsten Tag, dem 3. Februar, wird das Fest des heiligen Blasius gefeiert. Dann wird in den Kirchen der „Blasiussegen“ erteilt. Er wird mit zwei überkreuzten Kerzen gespendet (siehe Foto/ Christine Limmer), und der Spruch lautet: „Durch die Fürsprache des heiligen Blasius befreie dich Gott von Halskrankheit und allem Bösen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Kaplan Dr. Jens Henning spendet den Segen am Ende des Gottesdienstes am Donnerstag, 2. Februar, um 18 Uhr in der Kirche in Höchen und am Freitag, 3. Februar, beim Gottesdienst um 18 Uhr in Bexbach. Dieser Segen geht auf Blasius zurück, der Bischof in Armenien war. Er starb im Jahr 316. Um den Heiligen ranken sich viele Legenden. So hat er angeblich durch Gebete einen Jungen errettet, der eine Fischgräte geschluckt hatte und beinahe an ihr erstickt wäre. Deshalb wird Blasius auch als Schutzheiliger bei Halskrankheiten angerufen. Es wird außerdem gesagt, dass der heilige Blasius bei Blähungen, Pest und Zahnschmerzen hilft. Er gilt als Patron der Ärzte, Bäcker, Hutmacher, Wachszieher, Weber, Wollhändler und Musikanten.

 

Im Schwarzwald gibt es den Ort St. Blasien. Der ist nach dem Heiligen benannt.

 

So nun wünsche ich Euch eine gute Zeit bis zum nächsten Mal.

 

Eure

 

 

 

Kirchenmaus